Abschlussarbeit - Wie Produktdesign urbane Räume sozial aktivieren kann
Versiegelte Flächen neu denken
Wie können versiegelte Flächen in Städten nachhaltiger und lebenswerter gestaltet werden? In ihrer Bachelorarbeit untersucht Sarah-Dorothea Weikert, wie Produktdesign mit nachhaltigen Materialien dazu beitragen kann, urbane Parks und Plätze sozial und ökologisch aufzuwerten. Ausgangspunkt war die Frage, wie sich Aufenthaltsqualität schaffen lässt, ohne bestehende Flächen dauerhaft zu verändern.
Entstanden ist ein modulares System aus Öko-Beton mit reduziertem CO₂-Fußabdruck. Die einzelnen Bausteine werden ohne Kleber oder Mörtel allein durch Geometrie und Eigengewicht stabil verbunden und lassen sich flexibel kombinieren. Aus den Modulen entsteht ein begehbares Labyrinth, das Orientierung, Rückzug und Begegnung zugleich ermöglicht. Die Struktur lädt Menschen dazu ein, sich durch den Raum zu bewegen, ihn neu wahrzunehmen und temporär anzueignen. Die Arbeit verbindet nachhaltige Materialforschung mit Produktdesign, räumlichem Denken und sozialer Interaktion. Sie zeigt, wie Gestaltung dazu beitragen kann, urbane Räume neu zu aktivieren — nicht durch permanente Eingriffe, sondern durch flexible, wiederverwendbare Systeme mit gesellschaftlicher Wirkung.
Bachelor of Arts - Sarah-Dorothea Weikert
Das Projekt entstand als Abschlussarbeit im Studiengang Integriertes Produktdesign (IP7) an der HdM Stuttgart.
| Wintersemester 2025/2026
| Produktdesign
| betreut von Prof. Bernhard Dusch
Autor/in