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Studierende entwickeln interaktive Ausstellung zur Geschichte der Nikolauspflege

Computer Science and Media

Eine Kooperation der Hochschule der Medien (HdM) und der Nikolauspflege macht Geschichte mit Sehen, Hören und Tasten erlebbar. Im Foyer der Nikolauspflege am Kräherwald in Stuttgart ist ein interaktiver „Zeitstrahl“ entstanden. Das Ausstellungsobjekt mit fünf Stationen wurde von Studierenden der HdM entwickelt.

Das Projektteam zusammen mit dem betreuenden Dozenten Dr. Gottfried Zimmermann (kniend, erster von links) und den Verantwortlichen der Nikolauspflege Franziska van Geldern (kniend, zweite von links) und Thorsten Letsche (stehend, hinten rechts)

Wie lässt sich die 170-jährige Geschichte der Nikolauspflege so darstellen, dass sie nicht nur gelesen, sondern auch gehört und ertastet werden kann? Mit dieser Frage beschäftigten sich 16 Studierende der HdM im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit der Nikolauspflege. 

Den Anstoß gab Thorsten Letsche, Case Manager bei der Nikolauspflege. Er fragte im November 2025 bei HdM-Professor Dr. Gottfried Zimmermann an, ob im Rahmen eines studentischen Projekts ein Zeitstrahl als Ausstellungsobjekt entwickelt werden könne, der visuell, auditiv und taktil erfahrbar werden kann.

Acht Monate und viele hundert Arbeitsstunden später präsentierten die Studierenden ihr Ergebnis. Beteiligt waren Studierende aus dem Masterstudiengang Computer Science and Media sowie dem Bachelorstudiengang Integriertes Produktdesign. Betreut wurde das Projekt von den HdM-Professoren Dr. Frank Beruscha und Dr. Gottfried Zimmermann sowie Kevin Pakula von der HdM und Franziska van Geldern, Leitung Berufsbildungswerk der Nikolauspflege, und Thorsten Letsche, Case Manager. 

Fünf Stationen erzählen 170 Jahre Geschichte

Das als „Zeitstrahl“ bezeichnete Ausstellungsstück besteht aus einer Wand mit fünf eingelassenen Stationen. Jede Station steht für eine Epoche in der Geschichte der Nikolauspflege. Ein Handlauf und taktile Leitlinien verbinden die einzelnen Stationen miteinander.

An jeder Station gibt es ein fühlbares Objekt und einen Bildschirm. Die Inhalte auf dem Bildschirm können über ein darunterliegendes, taktil gestaltetes Bedienfeld ausgewählt und gesteuert werden. Ein zweites Bedienfeld unterhalb des Handlaufs ermöglicht die Nutzung auch für kleinere Personen und Rollstuhlfahrende.

Bei der Konzeption und Erstellung des Zeitstrahls wurde darauf geachtet, ein barrierefreies, verständliches und ganzheitliches Nutzungserlebnis zu schaffen. Man kann sich Texte und Bilder vorlesen lassen und parallel dazu, als Video eingeblendet neben den Texten eine Übersetzung in deutscher Gebärdensprache anschauen. Außerdem kann man die Texte und Bilder in fünf Stufen vergrößern. Für die Vertonung der Texte konnte eine Studentin der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart gewonnen werden. Eine Mitarbeiterin der Nikolauspflege übernahm die Übersetzung der Texte in Gebärdensprache.

Ein Video auf YouTube dokumentiert die Entwicklung des Objekts.
 

Kontakt:
- Prof. Dr. Gottfried Zimmermann, Leitung Kompetenzzentrum Digitale Barrierefreiheit der Hochschule der Medien
E-Mail: zimmermanng@hdm-stuttgart.de, Telefon: 0711 8923 2751
- Christina Schaffrath, Nikolauspflege, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
E-Mail: Christina.schaffrath@nikolauspflege.de, Tel.: 0711 65 64 922